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DAS BESONDERE IST DER RAUM

Claudia arbeitete 12 Jahre lang in der Innovationsabteilung eines großen Konzerns, dann wollte sie eine neue Herausforderung. Zusammen mit ihrem Partner gründete sie 2013 für einen großen Konzern das gmv-Team, „gmv“ steht hierbei für „gesunder Menschenverstand“. Im denkubator, ihrem Arbeits- und Kreativraum, empfängt sie mich herzlich.

Das Interview führen wir im Kreativraum im oberen Stockwerk. Dort findet ein vollständiger Perspektivenwechsel statt: drei Wände sind mit großen Whiteboards verkleidet, die vierte besteht aus Schultafeln. Tische und Hocker verschiedenster Stile und Hersteller durchbrechen eine klassische Raummöblierung und überall gibt es Gelegenheiten seine Ideen festzuhalten.

Die Raumgestaltung entspringt dem Ansatz des Design Thinking. Ein Konzept, das zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung frischer Ideen beitragen soll. Es basiert auf drei gleichwertigen Faktoren: Das Team, der Raum und der Prozess. Projektteams können von diesem Prinzip profitieren, aber auch Workshop- oder Seminargruppen. Besonders, wenn sie sich von Claudias Team unterstützen lassen.

„Mit dem Gebäude hatten wir Glück“, erzählt Claudia. „Schon im Konzern haben wir versucht, geeignete Räume für die Ideenfindung zu schaffen, stießen aber schnell an die Regularien des Unternehmens. Deswegen waren wir froh, als wir durch dieses Gebäude die Chance hatten, unsere Vision zu verwirklichen.“ Das Gebäude in seinem Rohzustand war eigentlich abrissreif. Da hier ehemals eine Schreinerei ansässig war, gab es hier keinen Wasseranschluss oder Heizungsanlagen. Den Räumlichkeiten fehlte es an Infrastruktur. Claudia sah eine Chance darin; Sie konnte das Gebäude von Grund auf nach eigenen Anforderungen konzipieren. Das Konzept für den denkubator stand schon vorher fest, dieser Raum bot die ideale Grundlage.

Ein halbes Jahr lang arbeitete sie nach Feierabend am Gebäude. Der Wasseranschluss wurde gelegt, Toiletten eingebaut, die Wände vom Putz befreit, Whiteboards und Tafeln eingebaut. Die Treppe hat Claudia eigenhändig geschweißt, die harte Arbeit hat sich gelohnt.

„Wir bekommen sehr gutes Feedback. Viele Teilnehmer kommen aus Unternehmen, in denen bestimmte Hierarchien gelten und jeder eine Rolle innehat. Wenn sie diesen Raum betreten, merkt man, wie sich diese Hemmnisse lösen und die Menschen offener und entspannter miteinander kommunizieren. Genau das ist nötig, um neue Konzepte und kreative Ideen zu entwickeln, und diesen Effekt immer wieder mitzuerleben, ist die Bestätigung dafür, dass wir mit unserem Raumkonzept alles richtig gemacht haben“. erzählt Claudia.

Der denkubator ist grob in zwei Bereiche eingeteilt; Es gibt den Bereich der für Teamarbeiten, Workshops und Seminare konzipiert ist und einen der sich für Veranstaltungen eignet wie Netzwerkabende, Produktvorstellungen, oder Pitches. So werden die Räume flexibel und können für die jeweilige Situation angepasst werden

„Was uns von anderen Kreativ-Laboren unterscheidet, ist, dass viele von Designern und Theoretikern nach ästhetischen Gesichtspunkten erstellt werden, dabei aber ihren Zweck verfehlen. Wir hingegen sind totale Praktiker und wissen genau, was Teams brauchen. Auch wenn wir das Konzept immer weiter entwickeln und verfeinern, sagen Kunden uns nach der Veranstaltung oft: Es war einfach perfekt.“ Das Besondere ist der Raum und die Wirkung des Raumes auf den Menschen.”

„Ich mag das Café im Museum Kunstpalast. Es gibt viele Kunstbände und leckeren Kuchen und genau so eine Atmosphäre wie hier. Und im Sommer natürlich am Rhein.“

„Im Kreativ-Bereich halte ich mich gerne auf, wenn wir unsere eigenen Projekte und Themen erarbeiten. Hier ist alles genau darauf abgestimmt; Platz, Raum zum Bewegen, Material um alles festzuhalten. Der Loungebereich ist gemütlich und perfekt um sich in entspannter Runde miteinander zu unterhalten. Nach Veranstaltungen, nachdem ich die Gäste verabschiedet habe und hier wieder klar schiff gemacht werden muss, halte ich mich gerne noch in diesen Räumen auf. Ich mache mir unten meine Musik an – wir haben ein tolles Soundsystem – ich fühl mich hier tatsächlich immer und überall wohl.”

„Uns gehören auch mehrere Garagen, da wir eine längerfristige Vision haben. Diese Garagen können für Popups genutzt werden, wie zum Beispiel Startups, die ihr Produkt oder Konzept vorstellen wollen.

Der denkubator ist ein Konzept des Dreiklangs: unsere Erfahrung, Methoden der Innovation und der Raum, alles wirkt aufeinander ein. Es kommt gut bei Unternehmen an und es gibt da einen Bedarf. Was brauchen und wollen die Unternehmen? Die Unternehmen gehen immer mehr dazu über, einen derartigen Raum in den eigenen Gebäuden zu bauen.

Und wie ich vorhin schon sagte, der Name und das Konzept vom denkubator sind geschützt, und wir planen, Unternehmen dabei zu unterstützen, einen denkubator in den eigenen Räumlichkeiten zu realisieren und dabei zu helfen, diesen dann auch optimal nutzen zu können.“

„Wir haben den denkubator bewusst in diesem Stadtteil angesiedelt. Es ist ein Arbeiterviertel und es ist nicht die klassische Umgebung in der sich Großkonzerne gerne niederlassen. Es geht darum die Mitarbeiter aus dieser gewohnten Umgebung rauszuholen. Raus aus der Komfortzone des bequemen Besprechungsraumes und rein ins echte Leben. Das Umfeld ist das echte Leben; nebenan wohnen normale Menschen und die Räumlichkeiten sind authentisch. Die Geschichte des Gebäudes ist greifbar. Wir wollen Authentizität vermitteln, das hilft Leuten dabei, als Team zu neuen Ideen zu kommen.“ Wenn du Claudia und Ihre Location kennenlernen möchtest kannst du das hier buchen.

Schöpfst Du schon das kreative Potential Deines Teams aus? Wenn Du noch Impulse benötigst,  kannst Du Claudias und viele andere Kreativräume auf unserer Plattform für Deine Workshops buchen. Frohes Schaffen!

Interview: Kamila Stadniczuk Text: Jennifer Morabbi Fotos: Sebastian Becker

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